Demnächst im Fernsehen:

Selbstbestimmt sterben
„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an!“ behauptet ein Musiktitel. Hildegard Neuss will es beenden. Die 66-Jährige hat sich für die Selbsttötung in der Schweiz entschieden. Jahrelang hat ihr die Lebererkrankung das Leben verleidet. Nach einer Vielzahl von Therapien hat sie genug.
Mithilfe einer Schweizer Sterbehilfeorganisation plant sie ihr Ende. Begleitet von ihrer 89-jährigen Mutter nimmt sie schließlich in Bern die tödliche Dosis.

Immer mehr Menschen fordern auch in Deutschland die Möglichkeit zum begleiteten Suizid. Für den Palliativmediziner Dr. Marcus Schlemmer drückt sich darin die Angst vor dem Lebensende aus: Aus Furcht vor Schmerzen, vor Einsamkeit und Pflegebedürftigkeit fordern Menschen ein Recht auf den raschen Tod mit ärztlichem Beistand.

Auch der krebskranke Hermann Martin wollte sich und seinen Angehörigen einen „Pflegefall“ ersparen. Nach einem Suizidversuch landet er auf der Palliativstation im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in München. Dort kann er erleben, dass es für seine Ängste Lösungen gibt. Sein Wunsch, möglichst schnell zu sterben, verliert sich. Am Ende kann er sagen: „Es ist der bessere Weg, den wir hier gehen!“

Auf dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussion um die Sterbehilfe in Deutschland versucht Filmemacher Max Kronawitter an zwei konkreten Fällen darzustellen, warum Menschen ihr Leben beenden wollen.

BR – Mittwoch, 21.10.2015, 19.00 Uhr
ARD – Sonntag, 01.11.2015, 17.30 Uhr


 

Haus für kleine Seelen
Kindergeburtstag in einem Hospiz. Kerzen werden ausgepustet, Lieder angestimmt. Während die einen Hannas Geburtstag feiern, trauern nebenan andere um Felix, der an diesem Tag verstorben ist. Doch dann vermischt sich alles. Die Kinder gehen an das Totenbett, die Eltern erheben das Glas auf das Geburtstagskind. „Tod und Leben“; meint eine Mutter, „kommen sich im Kinderhospiz oft seltsam nahe.“ Und nicht selten sind es die Kinder, die den Eltern zeigen, wie unverkrampft man mit dem Sterben umgehen kann.

BR – Mittwoch, 02.12.2015, 19.00 Uhr