Demnächst im Fernsehen:

Herausforderung Wüste

Sinnsuche in der Sahara

Wüste Kopie

 

 

 

 

 

 

Meditation auf der Düne

Mit 19 Kamelen ziehen sie durch die Wüste, schlafen auf Sand und ernähren sich von der einfachen Kost der Berber. 14 Frauen und  Männer setzen sich den Strapazen einer Karawane aus, um  mehr über sich herauszufinden.  Dafür haben  sie sogar ihr Handy, ihre Uhr und ihre Kosmetika abgegeben.

 Für die 78 jährige Margarete ist der Marsch durch die Wüste eine Begegnung mit der Endlichkeit des Menschen. Nirgendwo sonst,  erzählt die ehemalige Hebamme, habe sie die Vergänglichkeit des Lebens mehr angerührt, als in der stets sich ändernden Formation  der Dünen.  Martine erlebt die Wüste als Ort der Geborgenheit. Sie liebt es, den Sand am ganzen Körper zu spüren.

Seit 25 begleitet Agnes von Helmolt Suchende durch die Wüste. Dabei erlebt sie stets neu, wie sehr die Sahara Menschen öffnet, um zu sich selbst zu finden. Für die Karawanenführerin ist die Wüste auch ein idealer Ort für spirituelle Erfahrungen: „Die Wüste ist ein Tor zum Raum der Ewigkeit“.

14 Tage lang hat Filmemacher Max Kronawitter eine Wüstenkarawane begleitet. Dabei hat er mit seinem Team nicht nur faszinierende Wüstenlandschaften eingefangen. Erstaunlich offen schildern die Teilnehmer in der Reportage,  was die Wüste mit ihnen macht.

 

 

 

Willis Grenzerfahrungen

 

 

Willi will helfen In über 180 Folgen von “Willi wills wissen” hat Willi Weitzel Kindern die Welt erklärt. Mit seinem Projekt “Willi will helfen” hat er sich auf unsicheres Terrain begeben. Sein Versuch, Hilfsgüter zu Flüchtlingskindern an die syrische Grenze zu bringen, wurde zunächst zum Alptraum. Doch Willi hat nicht kapituliert. Schließlich gelingt es ihm doch, den Kindern an der syrischen Grenze zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Alles beginnt mit einer Zeitungsreportage über die katastrophale Lage der Flüchtlinge des Syrienkrieges. Willi ist so betroffen, dass er spontan beschließt: ich werde etwas tun! Gemeinsam mit seiner Frau Magdalena und seinem Bruder Manuel plant er einen Hilfstransport. In einem Rundbrief wendet er sich an Freunde und Bekannte, ihn zu unterstützen. Dabei will er vor allem die mit ins Boot nehmen, zu denen er eine ganz besondere Beziehung hat: Kinder. Willi besucht Schulen, erzählt den Mädchen und Buben wie es den Altersgenossen ergeht, die alles verloren haben. Für die deutschen Schüler gibt es kein Zögern. Sie wollen ihrem Willi helfen, wollen den syrischen Flüchtlingskindern zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Denn eines ist Willi von Anfang an klar. Es geht nicht in erster Linie um die Hilfsgüter, die er in ein Flüchtlingscamp bringen will. Es geht darum, eine Brücke zwischen den deutschen und syrischen Kindern zu bauen. Dass der Brückenschlag so anstrengend sein würde, ahnt auch er zunächst nicht. Willi will helfen Unterstützt von über 1000 deutschen Kindern, ihren Eltern und vielen weiteren Spendern füllt sich bald eine Scheue in Willis Marburger Heimat. Eine Fahrschule stellt kostenlos einen LKW zur Verfügung. Willi ist zwar noch nie mit einem LKW gefahren, will das Gefährt aber selbst die 4000 km lange Route über den Balkan steuern. Als die Brüder Willi und Manuel starten, zeigt sich, wie sehr ihre Reise vom Wohlwollen anderer begleitet wird. An der österreichischen Grenze bei Passau überrascht sie eine Abordnung, übergibt weitere Spenden und einen Brotzeitkorb für unterwegs. Neben den Bürgermeistern schickt auch der neu ernannte Passauer Bischof Segenswünsche. Was sollte da noch schiefgehen? Doch bald tauchen Probleme auf: Die bürokratischen Hürden an den Grenzen zermürben. Dann die Katastrophe. Die Ladung darf nicht in die Türkei eingeführt werden. Willi will sich nicht geschlagen geben, kämpft bis zuletzt um jeden Legostein seiner Fracht. Willi will helfen Als Alternative organisiert die deutsche Botschaft ein Treffen mit syrischen Flüchtlingsfamilien in einem Camp in Bulgarien. Doch nicht leuchtende Kinderaugen erwarten den Hilfstransport, sondern Eltern, die sich auf die Hilfsgüter stürzen. Willi und sein Team sind frustriert. Mit einem fast leeren LKW landen sie schließlich in Istanbul. Im Basar der Stadt fühlen sich Willi und Manuel an ihre Kindheit erinnert. Im elterlichen EDEKA Geschäft haben sie gelernt, günstig einzukaufen. Und so füllt sich der Laster bald erneut mit Malsachen, Spielen und Bastelutensilien. Alles scheint nun gut zu werden, doch dann passiert ein Unfall. Nach 14 Tagen erreicht der Hilfstransport schließlich die türkische Grenzstadt Antakya. Ein Abstecher an den Grenzübergang schockiert alle. Panzer kontrollieren einen Zaun, der Freiheit und Todesgefahr trennt. Den Familien, die eben dem Krieg entflohen sind ist anzusehen, was sie erlebt haben. Bei diesem Anblick gibt es für Willi keinen Zweifel mehr. Die Mühe hat sich gelohnt. Diese Kinder brauchen ein Hoffnungszeichen. Willi will helfen Ein Haus für syrische Flüchtlingskinder ist das Ziel der Reise. Das von den Jesuiten initiierte Projekt will traumatisierten Mädchen und Buben eine neue Perspektiven geben. Als Willi den Kindern dort von den 1000 deutschen Altersgenossen erzählt, die an sie denken, sind sie gerührt. “Der Brückenschlag”, so drückt es der Jesuit Stephan Hengst aus, “hat funktioniert.” Willi und Bruder Manuel fallen sich erschöpft in die Arme. Und dann wartet der Barbier. Denn noch einen anderen Beschluss hat Willi vor Monaten gefällt: “Ich werde mich erst dann wieder rasieren, wenn es mir gelungen ist, syrischen Flüchtlingskindern Hoffnung zu bringen.” Der Film ist ab sofort als DVD im Ikarus-Shop verfügbar.

Willi will helfen

Fotos: Thomas Strothjohann